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Gemeinsam mit fünf Privatpersonen übernimmt die Grüne Jugend Köln die Patenschaft für einen Stolperstein in Erinnerung an Karl Hager.

Karl Hager wurde am 3. Dezember 1875 in Köln geboren. 1933 wurde er wegen „Unzucht“ zu einer Haftstrafe von 6 Monaten verurteilt. Laut einem Gutachten des Gefängnisarztes Dr. Kapp sei Hager bereits 1920 strafrechtlich belangt worden; außerdem soll er zwischen 1917 und 1919 wegen Verschwendung entmündigt gewesen sein. Zudem soll er sich 1921, 1926 und 1935 in der Heilanstalt Bonn befunden haben, wo er als „haltloser Psychopath (Alkoholismus, Homosexualität)“ bezeichnet wurde. Nach einem Urteil der 3. großen Strafkammer am Landgericht Köln vom 12.10.1938 wurde Karl Hager wegen 2 Fällen von § 175 (eine fortgesetzte und eine einfache homosexuelle Handlung) zu einer Haftstrafe von 5 Monaten Gefängnis verurteilt. Karl Hager wurde schließlich als sogenannter Berufsverbrecher in das KZ Sachsenhausen deportiert. Er starb dort am 22. Juli 1942.

Termin der Verlegung wird der 18. oder 19. April – der genaue Termin steht Anfang März fest.

Die Verlegung findet an der Ecke Schnurgasse / Wilhelm-Hoßdorf-Straße statt, die Inschrift lautet wie folgt:

Schnurgasse 12
wohnte
Karl Hager
mehrfach verhaftet
zuletzt 1938
verurteilt 1938
Landgericht Köln
KZ Sachsenhausen
ermordet 22.7.1942

(die endgültige Inschrift bestimmt der Künstler Gunter Demnig)

+++ weitere Infos folgen +++
+++ Änderungen vorbehalten +++