Vor kurzem hat das schottische Parlament beschlossen, dass Menstruationsartikel kostenlos auf öffentlichen Toiletten verfügbar sein sollen. Bereits seit zwei Jahren stehen an schottischen Schulen und Universitäten Schüler*innen und Studierenden Menstruationsartikel gratis zur Verfügung. Der Bedarf an Menstruationsartikeln ist keine private Angelegenheit; das Fehlen dieser führt tagtäglich zu Notsituationen für menstruierende Menschen. Wir denken: Was in Schottland auf staatlicher Ebene möglich ist, sollte in Köln auf kommunaler Ebenen auch umsetzbar sein.

Daher fordern wir von der Stadt Köln kostenlosen Zugang zu Menstruationsprodukten auf städtischen Toiletten. Dabei sollte der Zugang zu diesen Toiletten für FINTA* Personen generell erleichtert werden und kostenlos sein. Hierunter fällt unter anderem die Bereitstellung von Mülleimern zur Entsorgung der Menstruationsprodukte, auch in sogenannten „Männertoiletten“. Auch in städtischen Betrieben, Schulen und Hochschulen müssen in den sanitären Anlagen kostenlose Mestruationsartikel zur Verfügung stehen.Für alle anderen (halb-)öffentlichen Räume, für die die Stadt Köln zum jetzigen Zeitpunkt selbst noch keine Menstruationsartikel zur Verfügung stellen kann, sollte ein Fond eingerichtet werden, um sie auch auf den dortigen Toiletten zur Verfügung zu stellen bis die Kosten von den zuständigen Trägern übernommen werden.

Der Zugang zu Menstruationsartikeln ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Ohne Menstruationsartikel ist eine uneingeschränkte Teilnahme am Alltag kaum möglich, ein Rückzug aus öffentlichen Räumen kann die Folge sein.Wir halten die Stadt Köln daher an, eine vorreitende Rolle einzunehmen, um einen bundes- europa- und weltweiten Prozess anzustoßen, der den Zugang zu Menstruationsartikeln für alle menstruierenden Personen erleichtert. Perspektivisch sollte der Zugang zu Toiletten im öffentlichen Raum für alle Menschen leicht und Menstruationsartikel für alle menstruierenden Menschen zur Verfügung stehen.