Die Kölner Grünen sind stärkste Kraft bei der Kommunalwahl 2020 geworden, das ist ein riesiger Erfolg für uns als Grüne Jugend, aber besonders für unsere Mutterpartei Bündnis 90/Die Grünen. Nachdem wir bei der Europawahl schon die grünste Großstadt Europas werden konnten, sind wir nun mit 26 Mandaten die größte Fraktion im künftigen Kölner Stadtrat. Auch bei dieser Wahl zeigte sich wieder: Vor allem junge Menschen wählen grün. 

Die Kommunalwahl konnte jedoch darüber hinaus zeigen, dass sich die Mehrheit der Kölner Stadtgesellschaft und auch der grünen Mitglieder eine progressive, zukunftsgerichtete Politik wünschen. Nur 29 Mandate gehen an die CDU und FDP, die AfD erreicht gerade einmal 4. Die restlichen 67 Mandate verteilen sich auf Kräfte aus dem linken Lager. Dadurch wird deutlich, dass ein Großteil der Kölner*innen sich konsequent sozial-ökologische und progressive Maßnahmen zur Umgestaltung unserer Stadt, sowie Erhöhung der Lebensqualität wünscht, und dass solche in der vergangenen Legislatur von politischer Seite zu wenig und zu zögerlich angegangen wurden. Auch die öffentliche Berichterstattung in Köln – welche auf mögliche Bündnisse mit linken Parteien im Stadtrat hinweist – zeigt, dass das alte Bündnis aus Grünen und CDU diesem Anspruch zunehmend weniger gerecht wird.

Die Grüne Jugend Köln sieht das Ergebnis der Kommunalwahl auch als Auftrag und Aufforderung an die Mutterpartei, Bündnisse und Kooperationen links der CDU zu suchen. Nur so kann die grüne Politik, für die wir gewählt wurden, auch umgesetzt werden. Sowohl bei Fragen der Sozialpolitik, als auch bei der Umwelt- und Verkehrspolitik sind die Schnittmengen im eigenen politischen Lager am größten. Der Ratsbeschluss zum Kalkberg zeigt: Eine Zusammenarbeit des linken Lagers ist möglich und auch effektiv. Unser Appell an die neu gewählte Ratsfraktion ist daher nach solchen Bündnissen zu suchen und progressiv-linke Politik voran zu treiben.