Beschluss der Mitgliederversammlung vom 10.12.2014

Der Hambacher Forst ist ein Wald, welcher sich ursprünglich über 5500 Hektar ausdehnte. Dies ist jedoch schon lange nicht mehr so. Seit 1978 wird der Hambacher Forst kontinuierlich gerodet um Braunkohle abzubauen. Laut offiziellen Plänen soll der Wald 2030 auf 300 Hektar reduziert werden. Bis Ende 2007 wurden bereits über 4800 Hektar Wald zerstört. Nach Abschluss des Tagebaus soll aus der Fläche ein riesiger See entstehen, obwohl eine Versauerung zu erwarten ist. Dieser wäre damit der größte Binnensee nach dem Bodensee in Deutschland. Weiterhin sind sehr viele Tier- und Pfanzenarten bedroht, welche zum Teil ausschließlich im Hambacher Forst zu finden sind. Neben dem Verlust an Lebensraum und Artensvielfalt, steht auch der immense Abbau von Braunkohle (geplant sind insgesamt: 2,4 Mrd. Tonnen) durch RWE im Fokus, dessen Effekt eine große Bedeutung für den Klimawandel hat.

Seit Mitte April 2012 wird der Hambacher Forst immer wieder besetzt. Es gab zahlreiche Versuche seitens der Polizei und RWE die Besetzung zu räumen. Dabei waren die Waldbesetzer*innen vielen Repressalien ausgesetzt.

Wiedereinmal wird die Profitmaximierung über Umwelt, Gesundheit und Vielfalt gestellt. Wir verurteilen sowohl die unökologische Energiegewinnung durch Kohle wie auch die massive Zerstörung der natürlichen Umwelt in diesem Gebiet. Die Besetzung des Hambacher Forsts halten wir für einen wichtigen Beitrag für die Klimagerechtigkeit.

Die Grüne Jugend Köln solidarisiert sich auch weiterhin mit den friedlichen Besetzer*innen des Hambacher Forst.