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Dresden-Nazifrei

Zehntausende Menschen demonstrierten und blockierten trotz eisigen Temperaturen in Dresden. Zum ersten Mal konnte die europaweit größte Nazi-Demo verhindert werden.

Hunderte Busse fuhren aus ganz Deutschland zum 13. Februar nach Dresden. Auch aus Köln fuhren sechs Busse in der Nacht zum Samstag zu den Protesten; dabei die Grüne Jugend Köln.
Schon kurz nach der Ankunft am Samstag morgen in Dresden wurden wurde klar: Die Polizei hat die Lage nicht unter Kontrolle - selbst nicht zu dieser frühen Uhrzeit.
Schnell wurde versucht uns möglichst weit von dem Kundgebungsplatz der Nazis weg zutreiben, über die Marienbrücke. Mit Unterstützer_innen aus anderen Städten wurde die Unterführung in der Lübeckerstraße Ecke Antonstraße blockiert. Die ganzen acht Stunden blieb die Lage friedlich.

Die Polizei räumte den Alt- und Neonazis ein Zeitfenster bis 17.oo Uhr ein, um zu marschieren. Solange es friedlioch bliebe, versichter die Polizei nicht gegen die Blockadepunkte vorzugehen.
An anderen Punkten kommt es zu kleinen Reibungen zwischen Polizei und Blockierenden, die Lage bleibt dennoch weitesgehend friedlich!

Die Tatsächliche Ohnmacht der Polizei zeigt sich im Laufe des Tages; immer wieder ziehen kleinere oder größere Gruppen Nazis durch die Neustadt. Es kommt zu einem Übergriff auf das alternative Zentrum, es gab mehrere Schwerverletzte.
Viertausend Nazis marschieren von Norden Richtung Bahnhof Neustadt und Blockadepunkte, ohne großer Polizeibegleitung. Kleinere Gruppen aus Gegendemonstrant_innen werden immer wieder Überfallen; am Bischofsplatz kommt es zu einem massiven Auseinandersetzungen.

In der Dresdener Altstadt kommen neben den zehntausend Blockierenden die selbe Anzahl an Menschen zu einem Friedensgebet vor der Frauenkirche zusammen. Nach dem Gedenken an die Opfer bilden sie eine Menschenkette, ein symbolischer Schutz der Dresdener Innenstadt.
Die Polizei verweigert, den Demonstrant_innen aus der Altstadt den zutritt in die Neustadt und blockiert alle Brücken, die zuvor geräumt worden.

Über zwanzigtausend Menschen trotzten am 13. Februar den eisigen Temperaturen, um ein Zeichen gegen die Geschichtsrevisionist_innen und für Toleranz und Demokratie zu setzen. Zum ersten Mal ist es gelungen den größten Naziaufmarsch in Europa seit 1945 zu verhindern.

Erlebnis des Tages: Wie in einem schlechten amerikanischen Film fliegen sechs Polizei-Helicopter mit Scheinwerfer in Formation über uns hinweg - leider fehlte die Musik :P