Nach dem Scheitern der intransparenten Neubesetzung der Stadtwerkegeschäftsführung unter Beteiligung der Grünen Ratsfraktion sowie der geplanten Schaffung des Posten einer hauptamtlichen Geschäftsführung in Person von Martin Börschel, bezieht die Grüne Jugend Köln nun Stellung zu innerparteilichen Beteiligungen.

Transparente und demokratische Verfahren sind für uns als Grüne Jugend Grundüberzeugungen Grüner Politik. Diese sieht die Grüne Jugend im Handeln der verantwortlichen Ratsfraktion eindeutig missachtet. Eine solche Postenbesetzung erfordert ein geordnetes Verfahren mit Bestenauslese. Insbesondere aus dem Grund, dass die Grüne Jugend Köln dafür einsteht Zugangsgerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Zugangsgerechtigkeit beruhend auf Qualifikation und unabhängig von Parteizugehörigkeit. Wir sind enttäuscht über das aktive Mitwirken Grüner Parteimitglieder an solchen Prozessen und sehen Grundpfeiler unserer grünen Politik verletzt.

Wir begrüßen daher die Schritte zur Aufarbeitung der Vorkommnisse von Bündnis 90/ Die Grünen Köln und erwarten darüber hinaus weitergehende Bestrebungen zur Offenlegung sämtlicher Verfehlungen. Konsequenzen, die über die Niederlegung von SWK-Aufsichtsratsmandaten hinausgehen sind richtig. Wir erhoffen uns eine Neustrukturierung in der Zusammenarbeit von Ratsfraktion, Kreisvorstand und der Parteibasis, die eine Wiederholung solcher Geschehnisse unmöglich macht.